Ein guter Plan mit Allplan

Und ein schöner Erfolg für unseren Bauzeichner André.

Die ALLPLAN Challenge „Design the Gap“ forderte in diesem Jahr Mut zur Lücke. André hatte diesen Mut und überzeugte mit seinem Entwurf. Die Jury zog ihn in die engere Wahl der vielen Einsendungen und belohnte ihn mit einer Veröffentlichung auf der Allplan Webseite.

Oft ist Nachverdichtung in großen Städten die einzig verbliebene Möglichkeit, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Deshalb forderte der Wettbewerb von den Teilnehmern die freie Gestaltung eines Entwurfs zur Bebauung einer nur 5,7 m breiten Baulücke – natürlich mit Allplan.

https://info.allplan.com/allplan-challenge-winners

André fand diesen Ansatz:

Mit der klaren Angabe der Perspektive erschloss sich gleich das erste Problem. Wie erzeugt man eine Einsicht ins Gebäude, wenn man von vorn nur auf eine schmale Seite schaut? Eine Grundidee war, das Gebäude von innen heraus zu erklären, es durchscheinend zu gestalten. Somit ergab sich eine Nachtperspektive, in der die Innenraumbeleuchtung eine Idee des Inneren preisgibt.

Als Nutzung kamen kleine Wohnungen oder Büros in Frage. Im Erdgeschoss finden sich ein geschützter Eingangsbereich und ein kleiner Laden. Dies bietet sich aus Gründen der Privatsphäre für den leicht einsehbaren Bereich des Erdgeschosses an. Ab dem 1. Obergeschoss verdeckt eine Aluminiumfassade die Sicht, welche in Streifen am Gebäude nach oben geführt wird. Beabsichtigt ist der optische Effekt, dass sich die Durchsichtigkeit mit der Entfernung verändert. Von weiter weg wirkt die Fassade undurchscheinend, von Nahem jedoch gut durchblickbar. Die Streifenstaffelung wird nach oben enger. Dies generiert beim davorstehen den Eindruck von Höhe. Das letzte Geschoss ist zurückgesetzt. Damit gliedert es sich mit der Brüstung sowohl an die Nachbarbebauung an und gibt gleichzeitig die Möglichkeit, sich im hinteren Bereich zwanglos an der anderen Seite ans Gebäude zu schmiegen. Mit der Möglichkeit einiger Begrünungselemente, wie etwa dem angedeuteten Rankgitter, erhält man einen Rückzugsort und gibt etwas Grünfläche dem sonst meist kalten Stadtgebiet zurück.

Dem insgesamt dunkel gehaltenem Entwurf kann man nur wenige offensichtliche Einsichten entnehmen. Es ist einige Zeit und Neugier nötig, um jede Einzelheit zu entdecken. Der Entwurf erschlägt nicht sofort mit der Idee, was er sein möchte. Er soll zum Verweilen einladen. Was findet sich in der Vitrine des Ladens im Erdgeschoss? Sitzt da Jemand auf dem Balkon und wie viele Leute befinden sich auf der Dachterrasse? Alles gewährt Einblicke und ist doch Blickdicht. Ein Entwurf für die Stadt. Ein Rückzugsort in der sonst so leicht einsehbaren Innenstadt. Die Einblicke sind nur durch die Lichtquellen möglich. Ob es vorbeifahrendes Auto ist, welches spärlich Licht ins Erdgeschoss wirft, oder der grell leuchtende Bildschirm eines Fernsehers.

Ein genauer Blick hinter die Fassade lohnt immer. Egal ob hier oder im Alltag. Kommt mit und nehmt euch einen Augenblick zum Innehalten.

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